„Wie buchstabierst du LIEBE?“ – Der Weg von Geist & Herz


Manchmal inspirieren mich kleine Verse über große Herzensdinge nachzudenken. Heute ist es für mich die Weisheit eines Kinderbuchdialoges: 

Winnie Puuh: „Wie buchstabierst du Liebe, Piglet?“ 

Piglet: „Du buchstabierst sie nicht. Du fühlst sie.“

Geist in der tantrischen Yogaphilosophie

In der westlichen Kultur wird unser Sein in zwei Zentren aufgeteilt: den Geist (Ort der Gedanken) und das Herz (Ort der Gefühle). Doch die Debatten sind hitzig: Können wir den Verstand vom Gefühl trennen? 

In der tantrischen Yogatradition, die aus Indien stammt und auf der unser schönes Anusara Yoga beruht, gibt es sowohl für den „Geist“ als auch für das „Herz“ das gleiche Sanskritwort „Chitta“, denn für sie sind Gedanken und Gefühle untrennbar miteinander verbunden. 

Aus dieser Perspektive könnten wir sagen, dass unser individuelles Bewusstseins ein „Herz-Geist“-Ort (Chitta) ist. An diesem Ort gibt es Bewegungen (vrttis), die sowohl als Gedanken als auch Emotionen aufgeladen schwingen. 

3 Funktionen Deines Herz-Geist-Ortes

Dieser Herz-Geist-Ort beinhaltet alles. Er hat in der tantrischen Yogaphilosophie drei Funktionen: Wir verarbeiten dort erstens alle Sinneseindrücke (manas) und bilden uns zweitens ein Bild von uns selbst. Wir eignen uns unsere Identität an  – oft nutzen wir dafür das Wort „Ego“ (Sanskrit: ahamkāra). Schließlich beinhaltet er noch drittens unsere tiefe Intelligenz, die Urteile treffen kann (buddhi). 

Welche Funktion ist dominant? Was bestimmt deine Gedanken und Gefühle? 

Der Geist zwischen Ego und Buddhi 

„Liebe buchstabiert man ….“  

Unser Verstand würde versuchen, diesen Satz rational zu erklären.
Mit Yoga stärken wir jedoch die Kraft unseres tieferen Verständnisses, genannt „Buddhi“. Wenn wir ganz bei uns Selbst sind, können wir klar zwischen konditionierten Gedanken des „Ego“ und Empfindungen, die ohne Worte auskommen, unterscheiden. 

„Liebe fühlt man …“

Ja! Aber sind Gefühle immer die verlässlichste Quelle? 

In der modernen Wissenschaft genauso wie in der Yogatradition erkennen wir: Gedanken und Emotionen sind gegenseitige Reflexionen voneinander. Dein Herz-Geist-Ort ist eine Einheit, die von allem bewegt ist. 

Wir sind weit von der Selbsterkenntnis entfernt sind, wenn wir sie trennen. 

Wo ist Dein Herz-Geist-Ort? 

Der Herz-Geist-Ort ist dein ganzer Körper und dein ganzes Bewusstsein. 

Für mich ist Yoga daher ein so wunderbarer Weg, weil ich mich mit meinen Gefühl, meinem Geist und Herzen verbinde.

Eine kleine Übung zur feineren Wahrnehmung von Herz und Geist:  

Nehme dir eine Situation oder Person, die dich beschäftigt. Spüre, was dies mit deinem Bewusstsein macht. Wie fühlt sich dein Körper, deine Energie an? (dicht, frei..) Bleibst du in dir präsent? 

Dann erst achte auf deine Sinneseindrücke, spüre Gefühle und Gedanken, die aufkommen.  

„Wie buchstabierst du also Liebe?“ 

„Du kannst es nur ganzheitlich erfahren, In dem du dein ganzes Sein einbindest.“ 

Ich sende dir Liebe und wünsche dir ganzheitliche Erfahrungen für die Weihnachtszeit.

Ich freue mich auf gemeinsame bewusste Stunden im JYOTI!

Namasté, Nadine 

Nadine’s Profil: https://jyoti-yoga.de/team/nadine/

Kommende Workshops mit Nadine: Reise zur Natur des Geistes und Drei A & Der Zauber deiner Yogapraxis

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